7. Oktober 2010 - 1. Tag

Um 5 Uhr klingelt mein Wecker, ich schleich mich ins Bad und mache mich fertig. Danach wecke ich Falko und meinen Bruder Toni und mach uns erstmal einen frischen Kaffee und Tee.

 

Es regnet draußen und ist nicht besonders warm. Aber es ist der 7. Oktober. Mal schauen, was uns für Wetter in New York erwartet :-) Margot unser Big Apple Greeter hatte mir schon ein paar Tage vorher immer gemailt und dabei auch das Wetter durchgegeben: Regen, Regen, Regen! Aber ich bin optimistisch!

Mein Traum von New York sieht Sonnenschein vor! :-) Mal sehen, ob es klappt!

 

Um 6:15 Uhr verliesen wir die Wohnung und warteten vorm Haus auf das bestellte Taxi. Und wir warteten. Und warteten...

Toni schaute mal in der anderen Straße nach. Natürlich war der Taxifahrer wieder nicht in die Anliegerstraße reingefahren sondern wartete wo ganz anders. Das klappt wohl nie. 

Irgendwie ein bisschen nervig, extra ein Taxi zu rufen, damit der Urlaub komfortabel anfängt, aber dann schleppt man jedesmal 400 Meter sein Gepäck durch die Gegend, weil der Taxifahrer sonstwo steht und einfach im Auto bleibt.

Aber gut, wir haben schließlich Urlaub und lassen uns davon nicht ärgern!

 

Am Flughafen MUC noch schnell noch eine Butterbrezn zum Abschied gekauft. Man weiß ja nie. Die Männer wollen nichts, schließlich gibts ja noch genug hinter der Sicherheit. Außerdem "Gibts doch Tee/Kaffee bei Lufthansa". Stimmt, denke ich mir.

 

Der CheckIn am Flughafen ging schnell. Unsere gebuchten Plätze (mein Bruder Toni, am Fenster und wir eine Reihe dahinter Fenster/ Gang in der 2er Reihe) haben wir auch bekommen. Schön, alles haut hin. Da wir zwar bei Lufthansa gebucht aber einen Codesharingflight mit Continental gebucht hatten, konnten wir zwar Plätze auswählen aber nicht einchecken. Bei der Sicherheitskontrolle ging es recht zügig voran. Die Schlangen waren nicht sehr lang.

Kamerastaschen und Laptop mussten nicht extra ausgepackt werden.

Gürtel aus, Schuhe aus... wie immer eben. Danach dachten wir, trinken wir noch schön einen Tee und essen was. Da wir nach dem Aufstehen nichts runterbekommen haben und die Mägen schon auf halb acht hingen. Naja, wir freuten uns schon auf den Kaffee/Tee bei Lufthansa. Diesmal mußten wir mit der Rolltreppe hoch.

Hm, mich beschlich so langsam ein Gefühl.

 

Das Gate - ausnahmsweise mal nicht das letzte sondern ziemlich weit vorn - juhu - war komplett verglast und die Türen leider geschlossen, so dass man doch bis zum letzten Gate hinterlaufen musste. Wäre ja auch gelacht gewesen... ;-)

Dort empfing uns ein erneuter Sicherheitscheck. Es gab zwei Schlangen mit jeweils 5 Leuten vor uns. Na gut, das geht ja schnell, bei den paar Hanseln.

Natürlich nicht...  Die Sandwiches der Amerikanerin wurden streng kontrolliert. Beef or Cheese? Der Secruritymensch hatte scheinbar auch noch nicht gefrühstückt. Dann waren wir dran.

Es wurden alle Taschen durchgewühlt, aber wirklich gewühlt! Sogar meine Reiseführer wurden einzeln durchgeblättert!

Ich dachte noch so, wenn jemand meinen Wuschel anfasst  anfasst - dann werde ich zum Hulk(tinchen). 

< Fußnote: Wuschel ist ein kleiner Plüschbieber, den habe ich damals von Omi geschenkt bekommen. Er reist genauso gerne wie ich und muss daher überall mit hin...  Aber psst, nicht weitersagen! >

 

Aber nein, das Begrapschen und Durchleuchten blieb klein Wuschel Gott sei Dank erspart!

 

Nach knapp einer Stunde waren wir drei dann fertig.

Wir konnten zum Gate - nun hinterm Glas - bis ganz vor laufen. Doch rein konnten wir da noch nicht. Erstmal ein paar Fragen beantworten:

Wo war das Gepäck?

Wer hat den Flug gebucht?

Wer hat das Gepäck gepackt?

Haben Sie Geschenke dabei? Von wem? Für wen?... Mittlerweile hatten wir nur noch 20 Minuten bis zum Boarding obwohl wir über 3 Stunden vorher da waren.

 

So, nun aber einen warmen Tee für unsere Bäuche. Tee und Zeitungen gab es diesmal leider nicht. Schade, immer wenn man sich darauf freut oder es eben nötig hat: Bauchweh

Das dortige Restaurant/Cafe hatte noch geschlossen, obwohl es bereits nach 9 Uhr war! Also gab es da auch nichts zu trinken zu kaufen. Naja, so ist das halt auf einem FLughafen in der Provinz: München

 

So, dann alle noch mal schnell auf Toi bevor es in den Flieger geht.

Ein freundlicher Herr der die Glastür bewachte sagte mir, dass ich da leider nicht zur Toilette kann, da ich sonst nochmal durch den Sicherheitscheck müsse. Ähm, nee lieber nicht. Dreimal abfummeln muss nun wirklich nicht sein, und das noch vor einem Heißgetränk...  

Also ging es wieder vorn bei den freundlichen Damen durch den Ausgang. Natürlich ausgerüstet mit Boardkarte und Reisepass.

Diese Ausrüstung nimmt man ja gerne mit auf´s Klo, wo es so viele Ablagemöglichkeiten gibt! Bäh...

 

Als wir wieder zum Gate wollten, legte die Dame gleich wieder mit dem Fragenkatalog los...Wo war Ihr Gepäck?

"Es ist drinnen, am Gate! Bei meinem Freund der darauf aufpasst, während ich auf Toilette war!!!" "Ähm, ok. Sie können durch" DANKE SCHÖÖÖN! 

 

Endlich können wir in die frische bayerische Butterbrezn beißen, die leider total alt und knatschig schmeckt. Und schon geht’s los ins Flugzeug.

Doch wo sind unsere Plätze? Hintereinander sind sie schon mal aber genau über dem Flügel und hinter uns sind gleich die Toiletten und die Rückenlehne lässt sich nicht richtig hinterklappen. :-(

 

Wieso plane ich eigentlich alles...

Ich hatte für Toni extra einen Platz hinter dem Flügel gebucht, weil er ganz gerne fliegt und damit er Fotos machen kann.

Die Männer können meine kleine Krise nicht so ganz verstehen. Falko findet es super, keiner der ihm am Sitz ruckelt. Naja was solls, nach 3 Minuten habe ich mich wieder gefangen. Es geht schließlich nach New York und das ist eben mein Traum!

 

Der Flug war in Ordnung. Gleich zu Beginn fiel das Entertainment System aus. Natürlich den ganzen Flug über, aber halb so wild.

 

Der Landeanflug mit Manhattans Skyline hat mir den Atem geraubt. Ich kann es kaum fassen. New York, wir kommen! Die Immigration ist recht flott überstanden, wir konnten auch als „Familie“ zusammen Fotos und Fingerabdrücke machen. Falko rühmt sich, dass er immer nur den Daumen scannen lassen muss. Warum auch immer.  :-)

 

Zack, zack zum Gepäckband, mal sehen ob alles ankommt. Ich geh derweil auf die Toilette.

Ja willkommen in Amerika. Die Spaltmaße der Toiletten sind dermaßen breit, das man immer mehr sieht als man sich je vorstellen möchte…  

 

Als ich wieder Richtung Gepäckband zurück ging machte gerade ein Beagel halt bei Toni, Falko und unserem Gepäck. Das war ein lustiger Anblick!

Der Beagel hatte aber nichts zu bemängeln und so konnten wir Richtung Ausgang. Aber halt, was ist das? 2 Zipper vom neuen Koffer sind abgerissen. Ach Menno! Also ab zur Baggage Claim. Die Dame war auch sehr nett und gab mir Ersatzzipper mit.

 

Dann noch schnell bei Dial 7 angerufen um die unsere Position für den Limousinenservice durchzugeben.

 „Ok, black Towncar Number 55, Position 4, Waiting time 7 minutes. Was haben sie denn gerade an?“ Wie bitte? Ok, schwarze Hose, weißes T-Shirt…" Ab auf die Position 4 und das Warten beginnt. Um uns herum stoppen and goen die Autos. Handygebimmel, hupen und winken und fort sind die Leute mit ihren Koffern.

 

Komisch die 7 Minuten sind doch schon längst um. Also vorsichtshalber nochmal ab ans Telefon: „Ok, black Towncar Number 55, Position 4, Waiting time 7 minutes.”

Nach 15 Minuten erwartungsvollem Schauen bei jedem schwarzen Towncar der ins Blickfeld gerät: immer noch nichts…!

 

 

 

Die Männer stört es nicht, da das Wetter toll ist – 20 Grad Sonnenschein – und es eine Menge an genialen Schlitten zu bestaunen gibt. Außerdem haben sie ja eine Reiseleiterin dabei, die sich um alles kümmert... ;-)

 

Also wieder ans Telefon: „Ok, black Towncar Number 55, Position 4, Waiting time: 7 minutes.” Irgendwie komm ich mir vor wie bei versteckte Kamera! 

Mich beschleicht das komische Gefühl das hier komplett was falsch läuft... Eine nette Flughafenangestellte drückt mir ihr Blackberry in die Hand. OK, dann eben noch mal: Handy-Nr. ist korrekt. Terminal C ist auch richtig vermerkt. Wie sich nun herausstellt, fährt der Fahrer jedoch seit über einer Stunde am Terminal B herum! Ohne Worte...

 

Gut in 7 Minuten soll der Fahrer da sein und da ist er auch "schon".

Der Fahrer ist fertig, wir sind fertig. Alle sind fertig!

 

Die Fahrt nach Manhattan geht los und wir sind auch ein bisschen aufgeregt: Was erwartet uns? Wird es uns so gut gefallen, wie wir denken?

 

Das Wetter heißt uns ja schon mal „Herzlich Willkommen“.

 

 

 

 

Die Fahrt war kurzweilig, aber nun sind wir froh im Hotel angekommen zu sein: Residence Inn Times Square.

 

 

Die nette Dame am Empfang wartet mit einem tollem Upgrade auf. „Sie werden es lieben und außerdem haben sie zwei Betten statt einem!“ Toll, toll, toll, sag ich Ihnen.“ Ich hatte extra ein Appartment mit Kingsizebett und einem Schlafsofa für meinen Bruder gebucht, damit alle genug Platz haben und sich auch ausruhen können. 

 

Dann entbrannte eine Diskussion über wer mit wem in Bett schlafen könnte... 

„Neiiiin, das hier ist doch viel besser!“ flötete die Dame. Ok, ab in die 25. Etage, der Fahrstuhl ist schon mal zügig. Allerdings wollen gerade 5 Mitarbeiter in verschiedenen Etagen mit Müll, alter Wäsche etc. auch den Fahrstuhl benutzen. Nach dem 5. Stopp, müssen wir echt lachen. Anscheinend sind um 16 Uhr mehr Angestellte im Hotel als Gäste…

Das Zimmer - ums kurz zu machen – war furchtbar. Zwei kleine Queensizebetten. Die Schlafcouch konnte man garnicht ausklappen, weil das Zimmer einen verwinkelten Grundriss hatte. Der Ausblick war auch entspechend: in den Hinterhof mit dem riesigen Wasserbehälter. Um überhaupt ins Bad zu kommen musste man sich am 2. Bett und der Wand entlang zwängen, das wäre in der Nacht ja lustig geworden....

 

Also wieder an an die Rezeption. Der Manager fragte, ob alles ok ist. Wir verneinten und fragten nach unserem gebuchten Zimmer und das wir kein vermeintliches Upgrade wollten, was gar keins ist. Er entschuldigte sich und gab uns die Zimmerkarten zu unserem Appartment. Er wünscht uns noch viel Vergnügen und dann ging es auf in den 14. Stock. Und alles war wie gewünscht und gebucht: Ein großes Apartment mit amerikanischer Küche, großem sauberem Bad, eine große Schlafcouch und Kingsizebett. Und dazwischen noch genügend Platz. :-)

 

Aber das beste kommt noch vom Bett aus hat jeder Empire State Building Blick! Einfach atemberaubend!!! Jetzt wird alles gut, jetzt sind wir wirklich angekommen!

 

 

 

Kurz frisch gemacht und ab ins Getümmel. Erstmal geht’s zum Times Square. 

 

 

Gleich wird ein Hot Dog gekauft und verspeist. Lecker, aber zu Falkos Enttäuschung ohne Gurke, Zwiebel oder ähnliches nur mit Senf und Ketchup.

Macht aber nichts, denn heut ist ja der 1. Tag.

 

Und dann überlegen wir uns, die New York Explorer Passes abzuholen. Ok, hier in der Info am Times Square schon mal nicht. Die Dame, die dafür zuständig ist, ist heute nicht da, sagt uns ein älterer Security, der mit Leuchtweste auf Ihrem Platz sitzt. Dann gehen wir mal weiter zur Tourist Info. Dort hängt ein Zettel an der Tür: heute nur bis 14 Uhr geöffnet bitte zur Info am Times Square gehen. Gut, dass wir von dort gerade kommen. Dann wird das heute eben nichts mehr, morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

 

Falko und Toni drücken sich die Nasen an den Photo Stores platt. Ich schlage vor, dass sie ruhig reingehen können und ich derweil ins Europacafe gehe. Dort hol ich mir einen Kräutertee und eine Banane, da mein Bauch sich nicht so gut anfühlt.

 

Wir setzen uns am Times Square auf die Treppen, bestaunen die Reklametafeln und nehmen alle Eindrücke auf. Einfach gigantisch!


Noch viel besser als wir uns es je vorgestellt hatten!!! Klar ist viel los, aber es ist nicht nervig, laut und stressig, sondern einfach nur Wahnsinn! Wahnsinnig schön und beeindruckend!

 

Nach eine gaaaanzen Weile, haben die Männer Hunger. Fleisch, Burger, wird gewünscht.

Nun ist es schon um 9:30 Uhr abends und wir kehren wir bei Ruby Tuesday ein.

Hm, lecker sieht es da auf den Tellern der anderen aus: Steaks mit grünem Spargel. Yummie!

Die Männer bestellen sich einen Burger, der sehr lecker aussieht und auch schmeckt. Mir bestelle ich eine Beilagenportion Mac & Cheese.

 

Natürlich geht’s erst ins Hotel, wenn der 1. Walgreens besucht und ein bisschen was gekauft wurde. Wasser und Vitamin Water muss schon sein.  

 

 

 

Geschafft aber glücklich schlendern wir zurück ins Hotel. Um 23:45 Uhr wird das Licht gelöscht und wir schlafen ein. Aber natürlich nicht ohne vorher vom Bett aus das Empire State Building zu bestaunen.

 

Um 2 Uhr wache ich auf und was erblicken meine müden Augen: das ESB in voller Pracht!

Ich muss mich erst einmal kneifen, da ich es kaum fassen kann hier zu sein. Aber, ist es kein Traum... 

 

 

 

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