Beruf = Berufung?!

Ein bisschen "beneide" ich Menschen, die von klein auf genau wußten, was sie beruflich machen wollen. Vor allem auch: das sie sich ihren Traum von niemandem haben ausreden lassen...

Das ist für die meisten Menschen der schwierigste Part. Entweder setzt man sich mit seinen eigenen Wünschen für das Berufsleben durch und verfolgt zielstrebig, was offensichtlich zu tun ist oder man läßt sich entmutigen und gibt womöglich auf.

Sprüche gibt es da genug: "Ach, das ist doch nichts richtiges! Das ist doch viel zu riskant! Das ist doch wieder nur eine Laune oder Spinnerei! Übernimm doch lieber die Firma von Papa, Tante oder Onkel. Das schaffst Du doch gar nicht, weißt Du eigentlich wie viele Leute da durchfallen?!?"

 

Das sind ein paar Möglichkeiten, aber es gibt noch andere.

Was zum Beispiel, wenn man gar keinen bestimmten Traumberuf hatte? Sondern am liebsten SängerIn, FlugbegleiterIn, PsychologeIn, HoteldirektorIn und MaskenbildnerIn gleichzeitig werden wollte? Weil man viele Dinge gut kann und Interesse an unterschiedlichsten Themen hat.

Dann macht man für gewöhnlich erst einmal eine Ausbildung in einer Bank oder Anwaltskanzlei. Erstmal was ganz solides...

Und dann? Steckt man bereits so tief drin, dass man oft einfach dort hängen bleibt.

 

Es gibt immer mal wieder Zeiten, wo man über sein eigenes Leben und vor allem über die Arbeit nachdenkt und das leichte Gefühl hat: Bin ich da überhaupt richtig, bin das ich? Passt das zu meinen Werten?

 

Gute Frage! Die eigenen Wünsche liegen oft etwas verschüttet und man ist sich gar nicht bewusst, was und wohin man eigentlich möchte. Die Wünsche und Träume sind da, garantiert!

Und vielleicht weiß man insgeheim schon, was man gerne tun würde. Was einem Spaß macht, wo man interessiert und von was man überzeugt ist. Aber an diese Wünsche, Träume und Überzeugungen, ja an die eigene Berufung, heranzukommen gestaltet sich manchmal schwierig!

 

Früher war alles besser? Sicherlich nicht, es war einfach anders, da es nicht so viele Wahlmöglichkeiten gab. Da wurde einfach das gelernt oder studiert, was schon in der Familie lag. Da wurde man Schmied, weil der Vater und der Opa Schmied waren. Wenn man Glück hatte war man seit Kindertagen so von dem Tun der Vorfahren fasziniert, das der Wunsch entstand, selbst einmal in diese Fußstapfen zu treten und das Handwerk zu erlernen. Oder man musste einfach die Ausbildung oder Studium machen, wo es freie Plätze gab. Wahlmöglichkeiten gibt und gab es nicht zu jeder Zeit an jedem Platz der Welt.

 

In einigen Teilen der Welt sieht es da heute weitestgehend anders aus. Die Wahlmöglichkeiten sind riesig. Fernstudium oder ein Praktikum im Ausland gehören heutzutage genauso dazu wie Fremdsprachenkenntnisse. Man orientiert sich nicht nur in seiner Nähe nach Berufsmöglichkeiten sondern schaut über seinen eigenen "Tellerrand".

Wenn man dann noch über den gewissen Ehrgeiz, Wissen, Beziehungen und/oder Geld verfügt, sind die Wahlmöglichkeiten scheinbar grenzenlos. Und auch die wildesten Träume könnten wahr werden.

 

Das Ganze stellt uns aber auch wieder vor eine Hürde, denn oft sind wir Menschen mit dem Angebot völlig überfordert und hin- und hergerissen zwischen den vielen Möglichkeiten. Aber auch, ob wir uns das alles denn überhaupt zutrauen… 

 

Und wie finden wir da raus?

 

Es hilft, in der Stille in uns selbst hinein zu hören. Was ganz ungewohntes in dieser turbulenten Zeit sein kann. Vielleicht inmitten der Natur.

Sich fragen, was mache ich gerne oder was habe ich früher gern gemacht, was fällt mir leicht, was ist meine Motivation, was sind meine Werte und Überzeugungen. In welchem Umfeld möchte ich gerne arbeiten, wann und mit wem? Was sagt mein Herz dazu?

Informieren und recherchieren hilft. Ist die Realität so, wie ich sie mir vorstelle?

Und nicht zuletzt braucht man einfach ein bisschen Mut!

 

Ist doch ganz einfach, oder?!?

 

 

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